Beim Spielen immer der Loser sein

In: Missgeschicke

11 Jan 2012

Das Verlieren im Spiel wird oft auf das Leben projiziert. Jemand, der in anderen Bereichen ein “Loser” ist, mag es nicht, auch im Spiel zu verlieren. Leidet man unter schlechten Noten in der Schule, hat keine Freunde oder hat damit zu kämpfen, dass die Eltern nie zufrieden sind, vermag dies einem Jugendlichen das gesunde Selbstvertrauen nehmen. Daraus folgt, dass er in einer Spielesituation, welche für ihn als Verlierer geendet hat, diese negativen Gefühle ebenfalls durchlebt. Dies kann bedeuten, dass er wegen einer eigentlich völlig bedeutungslosen Niederlage die Beherrschung verliert und eventuell sogar Gewalt anwendet. Diese kommt in verbaler oder körperlicher Art zum Ausdruck.

Gerade für Eltern oder Lehrer ist Gewalt als Reaktion auf das Verlieren ein alarmierendes Zeichen. Niemand ist von sich aus gewalttätig, es gibt immer einen Grund dazu. Fällt also ein Jugendlicher oder auch ein Kind durch eine solche Verhaltensweise auf, ist ein sorgfältiges Abklären seiner Lebensumstände an der Reihe. Das Verhältnis zu den Eltern und zu den Freunden spielt meistens eine Schlüsselrolle. Wird ein Kind von den nächsten Personen seiner Umgebung so akzeptiert, wie es ist, dann ist es möglich, dass es ein gesundes Selbstvertrauen entwickelt. Schwieriger wird es, wenn alle immer etwas auszusetzen haben und die Person ändern wollen. Damit wird der Grundstein zur Gewaltausübung gelegt.

Reality-Spiele oder Internet-Community-Games sind heute oft populärer als die traditionellen Karten- oder Würfelspiele. Gespielt wird auch um Geld, was oft zur Sucht wird. Dazu gehören Spiele wie Poker oder Systemwetten. Spielen macht Sinn, solange es dem Vergnügen und der Gemeinschaftsförderung dient. Die soziale Kompetenz des Einzelnen wird durch das Spielen gefördert, denn er möchte einerseits gewinnen, andererseits sollte er sich jedoch auch an die Regeln halten, damit die Mitspieler nicht ungerecht behandelt werden. Nicht alle aber können damit umgehen, wenn sie beim Spielen verlieren. Obwohl es ein Spiel ist, wird das Verlieren häufig sehr ernst genommen.

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Vor 60 Jahren formulierte Edward Murphy diesen Satz.