Vorauszahlung bei Stromanbietern sinnlos?

In: Allgemein

20 May 2011

In der Regel wird von einem Stromanbieter beim Kunden monatlich ein Pauschalbetrag abgebucht, der vorher aus den Angaben des Stromverbrauchers über die Anzahl der Personen im Haushalt und seines geschätzten Stromverbrauchs in Verbindung mit Durchschnittswerten festgelegt wird. Sieht man sich im World Wide Web um, informiert sich über Tarife und Strompreise und besucht auch ein Portal, das einen Strompreisvergleich anbietet, wird man schnell feststellen, dass die Preisgestaltung bei den Prepaidanbietern sehr günstig ausfällt.

Diese Stromlieferanten sind mit den vorher erhaltenen Zahlungen der Kunden in der Lage, ihre Kosten sehr effizient zu kalkulieren. Die günstigen Preise kommen auch zustande, weil wesentlich weniger Verwaltungskosten anfallen, da nicht monatlich abgebucht werden muss und keine fehlgeschlagenen Abbuchungen berücksichtigt werden müssen. Die Vorteile einer Stromvorauszahlung sind sicherlich in der Tatsache zu finden, dass man als Kunde, als Stromverbraucher, ein gutes Gefühl hat, wenn die Rechnung schon bezahlt ist. Es ist aufgrund der niedrigeren Gebühren auch möglich, tatsächlich Geld zu sparen. Die Voraussetzung aber ist, dass der Verbraucher in der Lage ist, seinen Stromverbrauch gut einzuschätzen. Ist das bezahlte Stromkontingent verbraucht, berechnen die Stromlieferanten zusätzlich gelieferte Energie zu teilweise sehr hohen Preisen. Wer sich also beim geschätzten Verbrauch verrechnet hat kann mit sehr kostspieligen Zusatzzahlungen rechnen. Kritiker der Prepaidangebote postulieren außerdem, diese Art des Stromhandels provoziere geradezu zu einem erhöhten Stromverbrauch und senke den Anreiz zum Stromsparen, da unverbrauchte Kontingente zum Jahresende an den Stromanbieter zurückfielen.

Eine Angelegenheit, die beim Stromanbieterwechsel nicht unterschätzt werden darf sind die “schwarzen Schafe” der Branche. So kann es unter Umständen sein, dass ein obskures Unternehmen, das die Vorauszahlungen der Kunden erhalten hat, sich in die Insolvenz begibt, die komplette Zahlung ist also unter Umständen verloren oder nur sehr schwierig aus der Insolvenzmasse zurückzuerhalten.

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