Yoga Berlin – ein Missgeschick

In: Missgeschicke

18 Aug 2010

Yoga und Berlin, das sollte doch eigentlich passen, dachte ich mir, als ich vor zwei Jahren von Wien nach Berlin zog. Denn immerhin findet man in Berlin an nahezu jeder Straßenecke ein Yogastudio und bei so viel Angebot – so dachte ich wenigstens – sollte ich doch ganz leicht einen guten und qualifizierten Yogalehrer finden. Dass Quantität und Qualität aber nicht immer zusammenhängen müssen, sollte ich in der Folge leider lernen. Meine Suche nach dem richtigen Lehrer oder dem richtigen Studio sollte sich als eine Reihe von Missgeschicken herausstellen. Inzwischen sehe ich das Ganze etwas lockerer und habe es sogar geschafft über mich selbst zu lachen.

Doch alles der Reihe nach: Nachdem ich – wie bereits erwähnt – vor zwei Jahren von Wien nach Berlin gezogen war, wollte ich, sobald der Umzug einigermaßen überstanden war, mit meinen regelmäßigen Yogaübungen fortfahren. Also habe ich ein passendes Yogastudio gesucht. Zunächst ein Mal im Internet, denn zu Beginn hatte ich ja nicht all zu viele Bekannte, die ich hätte fragen können. Also suchte ich einfach einige passende Angebote aus meiner näheren Umgebung (Charlottenburg) und entschied mich letztendlich für ein bestimmtes Yogazentrum.

Leider war dort bereits die erste Stunde so katastrophal schlecht, dass ich bereits nach dreissig Minuten überlegt, ob ich die Übungen nicht abbrechen sollte. Die Yogalehrerin hatte ihre Ausbildung wohl in einem Wochenendseminar im Fitnesszentrum absolviert, hatte ich den Eindruck. Denn die Übungen, die sie vorschlug waren so schlecht aufeinander abgestimmt und wurden von ihr so schlampig vorgezeigt, dass ich den Eindruck hatte, ich könnte selbst besser unterrichten.

Im zweiten Anlauf ging ich dann – aufgrund der Empfehlung eines meiner neuen Arbeitskollegen – in ein Yogazentrum, das angeblich besonders effektiven und qualifizierten Unterricht bot. Angeblich sollte dort – so jedenfalls mein Kollege – Iyengar-Yoga nach traditioneller Art unterrichtet werden. Ich kann natürlich nicht sagen, ob diese Art des Unterrichts wirklich traditionell ist, oder ob es sich um eine Erfindung des Yogalehrers handelte. Fest steht, dass ich am nächsten Tag mit einem ordentlichen Hexenschuss aufwachte und mir ernsthaft überlegt, ob ich das Studio verklagen sollte. Immerhin konnte ich mich drei Tage lang nur mit größter Mühe fortbewegen.

Im dritten Anlauf bin ich dann auf ein Angebot in Kreuzberg reingefallen, das traditionelles Hatha-Yoga versprach. Was ich im schnellen Überblicken des Angebotes leider übersehen hatte, war, dass es sich um Nackt-Yoga handelte und man von mir erwartete, dass ich alle Asanas nackt absolvieren sollte. Ich drehte noch auf der Schwelle um, nachdem ich das gehört hatte.

Meine weiteren Versuche ein gutes (Yoga Berlin) zu finden, verliefen dann noch einige Zeit ziemlich turbulent. Ein Mal gab es hinduistische Bekehrungsversuche, dann wieder versuchte mir eine Lehrerin ihre Bioprodukte aufzuschwatzen. Heute habe ich endlich ein passendes Yogazentrum () gefunden. Doch bis dahin sollte noch viel Zeit vergehen. Und die Suche war wirklich eine Quelle für die verschiedensten Schwierigkeiten und Missgeschicke. Aber wenigstens kann ich jetzt darüber lachen!

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Vor 60 Jahren formulierte Edward Murphy diesen Satz.